Selbstbewusst auftreten als Frau im Job: souverän wirken, ohne dich zu verstellen

Sei doch einfach selbstbewusster: Diesen Rat kennt fast jede Frau, und er greift zu kurz. Warum echtes Selbstbewusstsein aus einer stabilen Basis entsteht statt aus Powerposing und wie du im Job souverän auftrittst, ohne dich zu verstellen.

Aus der Praxis

Du musst dich nicht lauter machen. Du musst dich klarer zeigen.

Dr.-Ing. Anna BukowskiPromovierte Ingenieurin, zertifizierte Business-Coachin und selbst Frau in Tech

Dr.-Ing. Anna Bukowski, Coachin für Frauen in Tech
Inhalt

"Sei doch einfach selbstbewusster." Diesen Satz hat fast jede Frau schon gehört, meist gut gemeint und selten hilfreich. Denn wer unsicher ist, wird nicht sicher, weil jemand sie dazu auffordert. Und für Frauen im Job steckt in dem Rat ein zusätzlicher Haken, über den kaum jemand spricht.

In diesem Artikel geht es deshalb um etwas anderes als die üblichen Tipps zu aufrechter Haltung und Powerposing. Es geht darum, woraus echtes Selbstbewusstsein entsteht, warum genau dieser Weg für Frauen in männerdominierten Umfeldern anders aussieht, und wie du im Job souverän auftrittst, ohne dich dafür zu verbiegen.

Auf einen Blick:

  • Fast jede Frau in Tech, und in anderen männlich geprägten Umfeldern, wünscht sich, selbstbewusst aufzutreten: in Meetings, bei Präsentationen, in Verhandlungen oder in schwierigen Gesprächen.
  • Der Rat "sei doch einfach selbstbewusst" ist meist gut gemeint und greift doch doppelt zu kurz.
  • Das Offensichtlichste ist die optische Erscheinung: Kleidung, Körpersprache, Stimme. Das ist wichtig, aber längst nicht alles.
  • Zwei entscheidende Punkte werden oft übersehen: deine Worte selbst und deine innere Haltung.
  • Wieso Souveränität und Sichtbarkeit für deine Karriere so wichtig sind.

Was Selbstbewusstsein wirklich meint

Im Alltag werfen wir mehrere Begriffe in einen Topf, die es sich zu trennen lohnt: Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstwirksamkeit. Selbstwert ist die Grundüberzeugung, wertvoll zu sein, unabhängig von Leistung. Selbstvertrauen ist die Zuversicht, eine konkrete Aufgabe zu bewältigen. Selbstwirksamkeit ist die Erfahrung, mit dem eigenen Handeln tatsächlich etwas bewirken zu können. Und Auftreten ist, wie all das nach außen sichtbar wird. Die meisten Ratgeber arbeiten nur an der obersten Schicht, dem Auftreten, und wundern sich, dass die Wirkung nicht hält.

Was wir bei anderen wahrnehmen, ist genau dieses Auftreten: die Kleidung, die Körperhaltung, wie jemand spricht und dadurch wirkt. Jede von uns kennt solche Personen, die einen Raum betreten und pure Selbstsicherheit ausstrahlen. Darunter auch die, die fachlich eher dünn aufgestellt sind und trotzdem so wirken, als wäre alles, was sie tun, ihre absolute Geniuszone. Oder die Kollegen, die im Call einfach deinen Vorschlag wiederholen: Bei dir wurde er überhört, bei ihnen ist es plötzlich die geniale Idee.

Seien wir ehrlich: Über solche Menschen ärgern wir uns, und im selben Moment wünschen wir uns genau diese Selbstsicherheit für uns selbst. Das berichten mir viele meiner Coachees.

All diese Punkte sind das Offensichtliche, das wir meist mit selbstbewusstem Auftreten in Verbindung bringen. Doch tatsächlich liegt deutlich mehr unter der Oberfläche.

Infografik Eisberg: Über der Wasseroberfläche das sichtbare selbstbewusste Auftreten (laut und bestimmt reden, schlagfertig kontern, nie Unsicherheit zeigen), darunter die unsichtbare Basis (wissen, was du kannst, Standpunkt halten auch gegen Widerstand, zu eigenen Fehlern stehen, Fragen stellen, Grenzen setzen, um Unterstützung bitten können).

Was dabei fast immer übersehen wird, ist der untere, viel tiefere Teil des Eisbergs: deine Erfahrungen, dein Wissen, deine Ausbildung, deine Erfolge, deine Gedanken, deine Sprache, deine Glaubenssätze. Wie du über dich selbst denkst und sprichst, wie sehr du deinen Fähigkeiten vertraust. Das ist deine Basis.

Die meisten setzen oben an, im Sichtbaren. Aus Erfahrung kann ich sagen, wie viel wertvoller und wirksamer der Ansatz an der Basis ist. Denn wir wollen keine Rolle spielen und schon gar nicht wie ein Gorilla auftreten, um ernst genommen zu werden.

The good news: das brauchst du auch gar nicht. Viel entscheidender ist es, eine gesunde Souveränität von innen heraus aufzubauen. Statt leerer Floskeln und aufgesetztem Verhalten geht es um eine natürliche, authentische innere Selbstsicherheit. Denn Hand aufs Herz: Niemand hat Lust, dauerhaft eine Rolle zu spielen, erst recht nicht an einem Tag, an dem es uns gerade nicht so gut geht.

Warum selbstbewusstes Auftreten so entscheidend ist für deine Karriere

Bevor wir gleich tiefer einsteigen: Warum ist es eigentlich so wichtig, selbstbewusst aufzutreten? Viele Frauen glauben, ihre Arbeit spreche für sich. Und ja, es ist wichtig, einen guten Job zu machen und Ergebnisse zu liefern, keine Frage. Doch das reicht leider in den wenigsten Fällen aus, um in der eigenen Karriere wirklich weiterzukommen. Entscheidend ist, diese Ergebnisse sichtbar zu machen: für deine Themen zu stehen, Ideen aktiv und souverän einzubringen. Und genau dafür ist die Art und Weise, wie du auftrittst, so wichtig.

Es geht darum, sichtbar zu sein für deine Themen, für deine Ergebnisse, für deine Zuverlässigkeit. Genau das bringt dich weiter, in die nächste Rolle, in bessere Gehaltsverhandlungen, in neue Verantwortung. Wo diese Sichtbarkeit fehlt, bekommt am Ende oft der Kollege die nächste Position angeboten, der fachlich weniger auf dem Kasten hat, sich dafür aber gut verkauft.

Warum "tritt selbstbewusster auf" für Frauen zu kurz greift

"Tritt doch einfach selbstbewusster auf. Du musst dich nur klarer positionieren, bestimmter durchgreifen, ruhig auch mal lauter werden." Solche Ratschläge kennen die meisten von uns nur zu gut, mich eingeschlossen. Sie sind oft gut gemeint und bringen doch erstaunlich wenig. Gern wird uns mitgegeben, wir sollten einfach "männlicher" auftreten, dann würden Frauen schon ernster genommen. Dieser Ratschlag liegt ziemlich daneben. Wieso? Genau darum geht es hier.

Dasselbe Verhalten wird je nach Geschlecht unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Ein Mann, der klar und bestimmt auftritt, gilt als durchsetzungsstark. Eine Frau, die genau dasselbe tut, gilt schnell als zu fordernd oder zu forsch.

Sind wir eher zurückhaltend, wirken wir unsicher. Sind wir klar und bestimmt, wirken wir hingegen schnell unsympathisch. Zwischen all diesen Zuschreibungen bleibt oft nur ein schmaler Grat.

Dies ist keine Einbildung: Für diesen Widerspruch gibt es einen Namen, den Double-Bind.

Zudem schieben Ratschläge wie "sei doch einfach selbstbewusster" die Verantwortung vollständig auf jede einzelne von uns. Als sei es ein individuelles Thema, das wir allein an uns überarbeiten sollten. Dabei sind die Unsicherheiten von Frauen in typisch männlich dominierten Umfeldern oftmals stark systemisch begründet.

Denn diese Unsicherheit kommt selten aus dir allein. Viele Frauen wurden früh zu Bescheidenheit und Zurückhaltung erzogen, während Jungen häufiger ermutigt wurden, sich lautstark zu zeigen. Dieses Muster sitzt tief und meldet sich genau dann, wenn du dich eigentlich zeigen willst.

Dazu kommt das Umfeld. Wer in einem Team die Einzige oder eine von wenigen Frauen ist, erlebt bestimmte Dinge häufiger: dass der eigene Beitrag erst zählt, wenn ihn jemand anderes wiederholt, oder dass Kompetenz seltener zurückgespiegelt wird. Dein Kopf sammelt daraus über die Zeit die falschen Belege. Das ist keine Charakterfrage. Es ist eine nachvollziehbare Folge. Und genau deshalb liegt der erste Schritt darin, die Lage klar zu sehen, statt sofort an dir zu zweifeln.

In Summe ist dabei ein Punkt enorm wichtig: Du darfst dir treu bleiben, deiner Art und deinen Werten. Du musst niemanden kopieren, um Wirkung zu haben. Die gute Nachricht ist, dass beides zusammengeht: Du kannst selbstbewusst Grenzen setzen, dich durchsetzen und echten Eindruck hinterlassen, ganz ohne dich zu verstellen und ganz ohne Gorilla-Auftritt.

Wie echtes Selbstbewusstsein entsteht

Ein gesundes Selbstbewusstsein entsteht nicht dadurch, dass wir es uns einfach vornehmen oder kurz vor wichtigen Gesprächen und Präsentationen Powerposing vor dem Spiegel machen. Vor allem nicht, wenn wir uns nicht zuvor wirklich mit der Basis auseinandergesetzt haben.

Wir dürfen verstehen, warum wir an uns zweifeln, was wir von uns erwarten und welche Gedanken und Glaubenssätze unterbewusst in uns ablaufen. Denn nur so können wir sie gezielt angehen und auflösen. Etwas, das ich häufig beobachte: Wir haben das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Wir sind nie zufrieden, es ginge immer noch besser. Wir haben enorm große Erwartungen an uns und vergleichen uns mit anderen, und zwar immer nur nach oben. Zum Beispiel mit dem Kollegen, der schon seit zwanzig Jahren Experte in diesem Fachgebiet ist. Solche Gedanken sind eng mit dem Impostor-Phänomen verbunden.

Was dabei sehr hilfreich sein kann: regelmäßig zu reflektieren, worauf du stolz bist. Was hast du geschafft, obwohl du anfangs dachtest, dass du es niemals hinbekommst? Sei es eine Klausur im Studium, ein Projekt erfolgreich abzuschließen oder ein schwieriges Gespräch zu führen. Ich persönlich bin ein großer Fan einer täglichen Reflexion: Was sind drei Dinge, auf die ich heute stolz bin? Alle meine Coachees kennen diese Aufgabe, und sie ist zu Beginn meist schwieriger, als wir denken. Denn wir haben oft richtig verlernt, stolz auf uns zu sein und solche Momente überhaupt aktiv wahrzunehmen. Probier es einmal aus. Du wirst merken, dass es schon nach den ersten Wochen deutlich leichter wird und dir auch im Alltag viel mehr Punkte auffallen, die du richtig gut machst.

Stell dir dein gesundes Selbstbewusstsein wie einen Muskel vor: Es wird stärker, je häufiger du es trainierst. Kontinuität zahlt sich hier aus, genau wie beim Sport.

In der Praxis heißt das oft: klein anfangen. Eine einzige vorbereitete Frage pro Meeting reicht als Start. Nach ein paar Wochen ist die Hürde meist deutlich kleiner, weil du zwanzig Mal erlebt hast, dass nichts Schlimmes passiert. Genau so entsteht Selbstbewusstsein, als Summe vieler kleiner Belege aus deiner eigenen Erfahrung. Das ist auch der Grund, warum Trainings und Coaching hier wirken: Sie geben dir einen geschützten Rahmen, um genau diese Erfahrungen zu sammeln, bevor es im echten Meeting darauf ankommt.

Eine Übung für dich: Setz dich in Ruhe hin und schreibe handschriftlich. Schau dir deine Karriere an und finde die drei Situationen, die dich besonders geprägt haben, positiv wie negativ. Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einer Kollegin, durch die du viel lernen konntest. Oder ein besonders schwieriger Chef, bei dem du dich immer wieder hinterfragt hast. Nimm dir jede Situation einzeln vor und frag dich: Was habe ich daraus gelernt? Welche neuen Ressourcen und Stärken habe ich dadurch entwickelt, die mir heute für jede kommende Herausforderung helfen?

Die vier Hebel für souveränes Auftreten

An diesen vier Stellen kannst du konkret ansetzen. Keiner davon verlangt, dass du jemand anderes wirst:

01

Deine innere Haltung

Wie du über dich denkst und sprichst, trägt alles andere. Kenne deine Stärken und mach dir deine Erfolge regelmäßig bewusst. Nimm deine Glaubenssätze aktiv wahr und hinterfrage sie kritisch.

02

Sprache

Wie du mit dir selbst sprichst und wie mit anderen. Achte nach außen auf klare Sprache: aus "eigentlich glaube ich vielleicht" wird "Ich schlage vor".

03

Körper und Stimme

Sprich langsam, klar und deutlich. Nutze Pausen aktiv und halte Blickkontakt. Kleine Dinge mit großer Wirkung.

04

Vorbereitung

Proper preparation prevents poor performance. Wichtige Gespräche, Termine und Präsentationen gut vorzubereiten hebt deine Souveränität enorm.

Diese vier Bereiche greifen alle ineinander. Wer seine innere Haltung kennt, die eigenen Stärken sieht und sich seines Mehrwerts bewusst ist, tritt automatisch deutlich souveräner auf. Wer sich auf Gespräche sehr gut vorbereitet und weiß, worauf es wirklich ankommt, gerät deutlich seltener in die Unsicherheit, in der uns die richtigen Worte fehlen. Du brauchst also nicht direkt an allen vier Stellen gleichzeitig loszulegen. Nimm dir einen Punkt nach dem anderen konkret vor.

Der unterschätzte Hebel: deine Sprache

Von diesen Hebeln unterschätzen die meisten die Sprache. Dabei geht es um zwei Richtungen: wie du mit dir selbst sprichst und wie du mit anderen sprichst.

Fangen wir bei dir selbst an. Wenn ich mir den ganzen Tag sage "Ich bin so dumm, was kann ich eigentlich", dann verankert sich genau das Tag für Tag in meinem Kopf. Achte deshalb bewusst darauf, wie du innerlich mit dir redest. Eine hilfreiche Frage: Würde ich das, was ich gerade zu mir sage, genauso zu meiner besten Freundin sagen?

Die zweite Richtung ist, wie du mit anderen sprichst. Frauen wurde häufiger antrainiert, sich vorsichtig auszudrücken. Das schlägt sich in kleinen Wörtern nieder, die die eigene Aussage entwerten, bevor sie ankommt. Oft aus Sorge, anzuecken, zu forsch zu wirken oder Ähnliches. So schleichen sich in unsere Sprache gerne Konjunktive und Füllwörter ein, ich nenne sie die Weichmacher. Per se ist an diesen Wörtern nichts Schlechtes. Doch sie signalisieren oftmals eine deutliche Unsicherheit. Der gute Teil: Genau daran lässt sich schnell etwas ändern.

Statt so Besser so
"Ich glaube, das könnte vielleicht funktionieren." "Ich schlage vor, wir machen es so."
"Das ist bestimmt eine dumme Frage, aber …" "Ich habe eine Frage dazu."
"Tut mir leid, dass ich störe." "Hast du kurz zwei Minuten?"
"Ich hätte da nur eine kleine Anmerkung." "Gerne ergänze ich dazu einen Punkt."

Die rechte Spalte ist nicht schroffer, sie ist klarer. Du sagst dasselbe, nur ohne die Weichmacher, die dich unsicher wirken lassen. Achte in der nächsten Woche einmal bewusst auf drei dieser Wörter bei dir: "vielleicht", "nur" und "eigentlich". Sie fallen fast immer weg, ohne dass der Satz etwas verliert.

Wichtig ist die Balance. Es geht nicht darum, jede Höflichkeit zu streichen und wie ein Befehlston zu klingen. Es geht darum, deine Aussage nicht von vornherein selbst zu entwerten. Eine Bitte darf verbindlich bleiben, sie muss sich nur nicht entschuldigen.

Ein Beispiel: das Totschlag-Argument

Das kennen wir alle aus Präsentationen: Jemand wirft ein "Das ist doch alles Quatsch." Die meisten sind in dem Moment wie versteinert und sagen entweder gar nichts oder versuchen, sich um Kopf und Kragen zu reden.

Die souveräne Variante geht anders: ruhig bis drei zählen, einmal durchatmen und den Ball zurückspielen, sodass die andere Person am Zug ist. Zum Beispiel: "Was genau meinst du mit Quatsch?" Oder: "Was wäre denn dein alternativer Ansatz, Thomas?" Damit bleibst du ruhig bei der Sache, gibst deinen Punkt nicht auf und drehst die Beweislast zurück zu der Person, die ihn gerade angreift.

Was du dir sparen kannst

Drei verbreitete Tipps lohnt es sich zu hinterfragen:

  • Reines Powerposing. Eine aufrechte Haltung schadet nicht, aber sie ersetzt keine echte Basis. Wer sich nur größer macht, ohne Sicherheit in der Sache, spürt die Lücke selbst am deutlichsten.
  • Der Vergleich mit anderen. Dich mit der lautesten Person im Raum zu messen, führt selten zu mehr Sicherheit. Dein Maßstab ist, was du kannst, nicht, wie präsent sich jemand anderes gibt.
  • Warten auf das Gefühl. Viele warten darauf, sich endlich selbstbewusst zu fühlen, bevor sie handeln. Meistens ist es umgekehrt: Erst kommt das Tun, dann das Gefühl.

Ein erster Schritt für diese Woche

Selbstbewusstsein baut man in kleinen Schritten auf, nicht in einem großen Vorsatz. Deshalb ein konkreter Anfang: Nimm dir eine einzige Situation in dieser Woche vor, in der du sonst zurückhaltend bist. Ein Beitrag im Meeting, eine Rückfrage, ein Vorschlag per Mail.

Bereite dafür einen klaren Satz vor, streich die Weichmacher heraus und sprich ihn einmal laut aus, bevor es losgeht. Mehr braucht es für den Anfang nicht. Du wirst merken: Der Satz kommt an, die Welt geht nicht unter, und der nächste fällt schon leichter. Genau so wächst Selbstbewusstsein, ein sichtbarer Schritt nach dem anderen.

Häufige Fragen

Kann man Selbstbewusstsein als Erwachsene noch lernen?

Ja. Selbstbewusstsein ist keine feste Eigenschaft, sondern lässt sich in jedem Alter aufbauen, über eine realistischere Selbstwahrnehmung, das Umschreiben limitierender Glaubenssätze und wiederholte Erfahrungen, in denen du dich zeigst und es funktioniert.

Was sind die vier Säulen des Selbstwerts?

Häufig genannt werden Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen, ein soziales Netz und Kompetenz. Für den Job ist vor allem die Verbindung aus Kompetenz und Selbstvertrauen entscheidend: zu wissen, was du kannst, und dir zuzutrauen, es auch zu zeigen.

Wie trete ich als Frau im Job selbstbewusster auf, ohne unsympathisch zu wirken?

Über Klarheit statt Lautstärke. Sachliche, ruhige und gut vorbereitete Aussagen wirken souverän, ohne in die Bewertung "zu fordernd" zu laufen. Eine klare Ansage oder eine ruhige Rückfrage lässt sich schwer als aggressiv abtun.

Welche Sätze schwächen das eigene Auftreten?

Vor allem Weichmacher und Entschuldigungen: "Ich glaube vielleicht", "das ist bestimmt eine dumme Frage", "tut mir leid, dass ich störe". Sie entwerten die Aussage, bevor sie ankommt. Klare Formulierungen ohne diese Zusätze wirken deutlich sicherer.

Was kann ich aktiv tun, um mich selbstbewusster zu fühlen?

Starte damit, dir täglich anzuschauen, worauf du stolz bist. Sei es das Gespräch mit dem schwierigen Kollegen, ein Projekt, das du abgeschlossen hast, oder der Fehler in der Kalkulation, den du endlich gefunden hast. Egal wie klein die Dinge scheinen: So trainierst du dein Gehirn und dein Vertrauen in dich selbst, Tag für Tag. Wie einen Muskel, je häufiger du es machst, desto stärker wird er.

Über die Autorin

Ich bin Dr.-Ing. Anna Bukowski, promovierte Chemieingenieurin, zertifizierte Businesscoach und Mentorin für Frauen in Tech. Ich habe männerdominierte Arbeitswelten von innen erlebt und kenne den Rat, einfach selbstbewusster aufzutreten, aus eigener Erfahrung als das, was er ist: gut gemeint und zu kurz gedacht. Heute arbeite ich mit Frauen daran, ihr Auftreten aus einer echten Basis aufzubauen, im Coaching wie in Trainings und Workshops für Unternehmen.

Wenn du im Job souveräner wirken willst, ohne dich zu verstellen: In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir uns an, wo deine Basis schon trägt und an welcher Stelle der erste Schritt am leichtesten fällt.

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