Imposter-Syndrom bei Frauen in Tech: warum die Zweifel bleiben, und was hilft

Das Gefühl, sich reingemogelt zu haben, kennt fast jede Frau in Tech. Warum es dich besonders trifft, wenn du oft die Einzige im Raum bist, was die Forschung dazu sagt und wie du deine inneren Muster wirklich veränderst.

Aus der Praxis

Du hast dich nicht reingemogelt. Du bist nur oft die Einzige im Raum.

Dr.-Ing. Anna BukowskiPromovierte Ingenieurin, zertifizierte Business-Coachin und selbst Frau in Tech

Dr.-Ing. Anna Bukowski, Coachin und Mentorin für Frauen in Tech

"Wie bin ich hier eigentlich hergekommen?" "Vielleicht hatte ich bisher einfach nur Glück?" "Was ist, wenn ich bald auffliege?"

Diese Gedanken kennen viele Frauen, insbesondere in technischen Berufen. Sie melden sich, wenn das Projekt läuft, eine Beförderungsrunde ansteht, oder auch manchmal wenn ein Lob in einem Meeting fällt.

Die innere Stimme redet uns dabei gerne ein, dass unsere Erfolge unverdient seien, wir eigentlich gar nicht so wirklich etwas geleistet haben oder auch dass wir in Kürze als Hochstaplerin auffliegen werden. Diese Gedanken werden auch Impostor-Syndrom oder Impostor-Phänomen genannt. Ich persönlich finde den Begriff Impostor-Phänomen deutlich passender, denn ein "Syndrom" impliziert eine (klinische) Diagnose, und das ist es nicht. Da im Alltag beide Begrifflichkeiten verwendet werden, nutze ich in diesem Artikel ebenfalls beide, sodass er auch von Personen gefunden werden kann, die primär den Begriff des Impostor-Syndroms kennen.

Worum es hier geht: was das Impostor-Phänomen ist, welche fünf Typen es gibt, warum es Frauen in Tech besonders trifft, was die Forschung dazu zeigt, und wie du deine Selbstzweifel Schritt für Schritt umschreibst. Denn genau das ist möglich.

Skizze: Gleich merken alle, dass ich es nicht kann. Diese Stimme kennt fast jede Frau in Tech.

Auf einen Blick:

  • Das Impostor-Phänomen sind leistungsbezogene Selbstzweifel: Erfolge fühlen sich unverdient an, die eigene Position scheint auf Glück zu beruhen.
  • Das Impostor-Phänomen wurde erstmals 1978 von Pauline Clance und Suzanne Imes bei der Untersuchung erfolgreicher Frauen beschrieben.
  • Es zeigt sich in fünf Typen: Perfektionistin, Expertin, Solistin, Naturtalent und Superheldin.
  • Impostor-Gedanken sind bei Frauen in Tech tief systemisch verankert: Unterrepräsentation, Doppelstandards, fehlende Vorbilder und frühe Sozialisation wirken zusammen.
  • Diese Gedanken beeinflussen unser Handeln aktiv: Aus Zweifel trauen wir uns oft nicht, neue Projekte zu übernehmen oder große Schritte zu gehen.
  • Durch die Neuroplastizität lassen sich innere Muster und Gedanken bewusst verändern, über Reframing und Wiederholung.

Das Impostor-Phänomen: Historie und was konkret dahintersteckt

Beschrieben wurde das Muster erstmals in den 1970er-Jahren von den Psychologinnen Pauline R. Clance und Suzanne A. Imes, ursprünglich in einer Untersuchung mit erfolgreichen Frauen. Ab den 1980er-Jahren begann die systematische Forschung, unter anderem mit der CIPS (Clance Impostor Phenomenon Scale) zur Einstufung. Seit den 2010er-Jahren bekommt das Thema stärkere öffentliche Aufmerksamkeit, getragen von Führungsdebatten, Diversity-Programmen und prominenten Stimmen.

Zeitstrahl: Impostor-Phänomen von 1978 bis heute, von Clance und Imes über die CIPS-Skala bis zur öffentlichen Aufmerksamkeit.

Inhaltlich beschreibt das Impostor-Phänomen folgendes:

  • Ein innerer Zustand und das Gefühl, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben.
  • Regelmäßige Selbstzweifel an der eigenen Kompetenz, trotz objektiver Erfolge.
  • Die Wahrnehmung, die eigene Position beruhe auf Glück oder Zufall.
  • Eine fehlende Anerkennung der eigenen Erfolge und Fähigkeiten.

Typisch sind wiederkehrende Gedanken wie diese:

"Wie bin ich eigentlich an meine Position gekommen?"

"Vielleicht hatte ich bisher einfach nur Glück?"

"Was ist, wenn ich auffliege?"

Wichtig zur Einordnung: Das Phänomen trifft oft gerade kompetente, gut ausgebildete Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Betroffen sind Personen aller Geschlechter. Und dennoch ist es kein Thema, das sich rein individuell betrachten lässt, dazu später mehr. Denn besonders trifft es Menschen, die in ihrem Umfeld einer Minderheit angehören und sich dauerhaft beweisen müssen. Frauen in Tech sind genau in dieser Lage.

Die fünf Impostor-Typen

Es werden in Summe fünf unterschiedliche Ausprägungen nach Dr. Valerie Young beschrieben. Oftmals treten mehrere Typen kombiniert auf.

Typ Woran du ihn erkennst
Perfektionist*in Definiert Kompetenz über Fehlerfreiheit. Alles unter "perfekt" zählt als persönliches Versagen.
Expert*in Glaubt, immer noch mehr wissen zu müssen, um "wirklich qualifiziert" zu sein.
Solist*in Sieht es als Schwäche, Hilfe anzunehmen. Erfolg zählt nur, wenn er vollständig allein erreicht wurde.
Naturtalent Erwartet mühelose Leistung. Mehr Zeit oder Anstrengung wird als Zeichen von Inkompetenz gelesen.
Superheld*in Misst den eigenen Wert daran, in allen Rollen gleichzeitig zu brillieren. Überforderung fühlt sich wie Versagen an.

Warum es Frauen in Tech besonders trifft

"Sei doch einfach selbstbewusster." Diesen Satz kennen viele, und er wird regelmäßig "empfohlen", wenn über Zweifel gesprochen wird oder wir uns schwer tun, unsere Erfolge anzuerkennen. Prinzipiell mag die Intention dahinter eine gute sein, dennoch greift dieser vermeintliche Ratschlag zu kurz. Denn das Impostor-Phänomen tritt nicht einfach nur verhältnismäßig häufig bei Frauen oder bei Frauen in technischen Berufen auf, sondern ist zutiefst systemisch verankert. Dabei wirken fünf Faktoren zusammen:

  1. Starke Vorurteile und Stereotype gegenüber Frauen in technischen Rollen.
  2. Hoher Performancedruck durch Unterrepräsentation. Der Frauenanteil beispielsweise unter IT-Fachkräften liegt in Deutschland bei rund 18 Prozent (Quelle: Bundesagentur für Arbeit 2025, zitiert nach Bitkom).
  3. Doppelstandards für Frauen bei der Bewertung desselben Verhaltens.
  4. Oft fehlende Vorbilder in höheren Positionen.
  5. Frühe geschlechtsspezifische Sozialisation, die Mädchen häufiger Zurückhaltung nahelegt.

Ich bin mir sicher, dass einige diese Punkte selbst nur zu gut kennen. Lasst uns gerne den dritten Punkt einmal konkreter ansehen, denn Doppelstandards liefern leider oftmals einen alltäglichen Nährboden für Zweifel. Konkret wird dabei das gleiche Verhalten oder auch die gleiche Wortwahl je nach Geschlecht unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Hier einige Beispiele:

Bei Männern gilt es als Bei Frauen wird es gelesen als
Klar in der Kommunikation Zu direkt, unsympathisch
Durchsetzungsstark und zielorientiert Zu aggressiv
Ambitioniert Karrierebesessen
Souverän und sachlich Kühl und distanziert
Präsent und führungsstark Nimmt zu viel Raum ein

Dieser Widerspruch wird auch Double-Bind genannt: Zu zurückhaltend wirkt schnell inkompetent, zu klar schnell unsympathisch. All diese Punkte prägen uns oft nicht nur über Wochen oder Monate, sondern über Jahre und bieten unseren Zweifeln damit einen nahezu perfekten Nährboden.

Dazu kommt das gut belegte Gender Confidence Gap, der nachgewiesene Unterschied im Selbstvertrauen zwischen Männern und Frauen in beruflichen und leistungsorientierten Kontexten. Die Zahlen dahinter sind eindeutig:

  • Frauen schätzen ihre Leistung im Mittel schlechter ein, obwohl ihre Ergebnisse gleich gut oder besser sind. Männer überschätzen die eigene Leistung eher, auch bei schwächeren Ergebnissen (Kay & Shipman, The Atlantic).
  • Frauen bewerben sich oft erst, wenn sie über 90 Prozent der Anforderungen erfüllen. Männer tun es bereits bei rund 60 Prozent (Harvard Business Review).
  • Mehr als 75 Prozent der Frauen selbst auf höchstem Managementlevel berichten von Impostor-Erfahrungen in ihrer Karriere (KPMG Women's Leadership Summit Report).
  • Im Mittel weisen Frauen eine höhere Impostor-Ausprägung auf als Männer (Price et al., 2024, Gender differences in impostor phenomenon).

Warum sind diese Zahlen so relevant? Sie zeigen sehr klar, dass das Impostor-Phänomen kein individuelles Thema oder Problem ist. Stattdessen kennen die meisten diese Gedanken nur zu gut.

Woran du es im Alltag erkennst

Das Impostor-Phänomen meldet sich im Alltag nicht immer als klarer Gedanke. Häufig zeigt es sich dagegen auch im Verhalten:

  • Erfolge kleinreden. "Das war Teamarbeit" oder "da hatte ich Glück", wenn du es eigentlich getragen hast.
  • Überkompensation. Du bereitest dich doppelt so gründlich vor und bist trotzdem nie sicher genug. Das zehrt und führt oft in die Erschöpfung.
  • Perfektionismus als Schutz. Solange alles fehlerfrei ist, kann niemand die vermeintliche Lücke entdecken.
  • Chancen meiden. Du bewirbst dich nicht auf die Stelle, für die du die meisten Kriterien erfüllst, und du verhandelst dein Gehalt nicht, weil sich die Forderung anmaßend anfühlt.

Der letzte Punkt ist der teuerste. Mehr als 55 Prozent der Frauen haben noch nie aktiv nach einer Gehaltsanpassung gefragt oder eine Gehaltsverhandlung geführt (Euronews, 2024), und das globale Gender Pay Gap liegt weiter bei über 15 Prozent (Statista, 2024). Wer aus Selbstzweifeln nicht verhandelt und Beförderungen nicht anspricht, zahlt über Jahre einen realen Preis, in Gehalt und in Positionen. Das Thema bleibt also nicht im Kopf, es landet am Ende auf dem Konto und im Organigramm.

Wie Selbstzweifel wirken und wozu sie führen können

Am Anfang steht oft ein Glaubenssatz, eine tief verankerte, meist unbewusste Überzeugung. Sie entsteht früh, festigt sich über Jahre und wirkt danach wie ein mentaler Filter, durch den du dich und deine Leistung wahrnimmst. Von dort läuft eine Kette, die sich gut nachvollziehen lässt:

Glaubenssatz → Gedanke → Gefühl → Verhalten → Ergebnis.

Ein Glaubenssatz schafft Gedanken, Gedanken erzeugen Gefühle, Gefühle prägen dein Verhalten, und das Verhalten prägt das Ergebnis. Am konkreten Beispiel wird sichtbar, wie schnell sich das Ganze selbst bestätigt:

Stufe So kann es aussehen
Glaubenssatz "Ich muss alles perfekt wissen, bevor ich etwas sage, sonst wirke ich inkompetent."
Gedanke "Ich habe nicht jedes Detail geprüft, ich sage besser nichts."
Gefühl Unsicherheit, Anspannung, Angst vor Bewertung.
Verhalten Eigene Ideen zurückhalten, Präsentationen vermeiden.
Ergebnis Weniger Sichtbarkeit, weniger Einfluss, die eigene Karriere wird gebremst.

Und weil das Ergebnis den ursprünglichen Glaubenssatz scheinbar bestätigt, schließt sich der Kreis. Genau hier lässt er sich aber auch öffnen.

Was wirklich hilft: deine inneren Muster sind veränderbar

Die gute Nachricht kommt aus der Hirnforschung. Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich ein Leben lang zu verändern und neu zu vernetzen, abhängig davon, was wir denken, fühlen und wiederholt tun. Das heißt konkret: Deine inneren Muster sind nicht in Stein gemeißelt. Selbstvertrauen lässt sich trainieren wie ein Muskel, mit den richtigen Übungen, mit Kontinuität und mit ehrlichen Rückblicken.

Der zentrale Hebel ist das Reframing deiner Glaubenssätze. Er läuft in drei Schritten:

  1. Reflektiere ehrlich. Entspricht diese feste Überzeugung rational betrachtet wirklich hundert Prozent der Realität? Meistens nicht.
  2. Sammle Gegenbeweise. Welche Situationen aus deiner Vergangenheit widerlegen die Überzeugung? Wie hast du dich dabei gefühlt? Das ist der Moment, in dem eine Kompetenz-Dokumentation ihren Wert zeigt: eine laufende Liste deiner Ergebnisse und des Feedbacks, das du bekommen hast.
  3. Reframe positiv. Durch welche stärkende Aussage möchtest du den alten Satz ersetzen? Achte auf positive Formulierungen ohne Verneinung, denn das Gehirn verankert eine klare Aussage leichter als ein "nicht".

So sieht das an einem Beispiel aus: Der Satz "Ich bin nicht gut genug" hält bei ehrlicher Prüfung selten stand. Sammelst du Gegenbeweise, fallen dir schnell Projekte ein, die du getragen hast, und Rückmeldungen, die das Gegenteil sagen. Daraus wird ein neuer, ehrlicher Satz, zum Beispiel: "Ich bringe belastbare Ergebnisse, und ich darf dabei weiter lernen." Das klingt unspektakulär. Weil du ihn aber mit echten Belegen füllst und regelmäßig wiederholst, überschreibt er mit der Zeit den alten Automatismus.

Im Alltag wird daraus eine kleine, wiederholbare Routine:

01

Beobachten und benennen

Automatische Glaubenssätze und Gedanken bewusst erkennen, statt sie ungeprüft laufen zu lassen.

02

Unterbrechen und umlenken

Mit Reframing den Gedanken aktiv umlenken, sobald du das alte Muster bemerkst.

03

Wiederholen und festigen

Die stärkenden Gedanken regelmäßig wiederholen und mit anderen darüber sprechen.

Das braucht Wiederholung, keine Perfektion. Jedes Mal, wenn du den alten Automatismus bemerkst und umlenkst, wird die neue Bahn ein Stück stabiler.

Wenn nicht du das Problem bist, sondern das Umfeld

Es gibt einen Punkt, an dem die ehrlichste Antwort lautet: Das sind gar nicht deine Zweifel, das ist eine Reaktion auf ein Umfeld, das dir dauerhaft sehr klar zeigt, dass du hier nicht hingehörst. Wer über Jahre gegen Zuschreibungen anarbeitet, übernimmt irgendwann die Sicht der anderen. Das lässt sich nachvollziehen, und es sagt nichts über die Person selbst aus.

Um das auseinanderzuhalten, helfen ganz konkrete Fragen: In welchem Umfeld, zu welchen Themen, in welchen Situationen tauchen diese Zweifel besonders auf? Das gibt eine erste Orientierung, an welchem Teil du ansetzen solltest.

Merkst du beispielsweise, dass du extrem verunsichert wirst, dir jeder Fehler um die Ohren gehauen wird und du dich in deinem eigenen Team nicht mehr traust, etwas zu sagen, dann liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es für dich nicht das richtige Umfeld ist. Manchmal ist der Beruf selbst richtig, doch das Umfeld leider nicht. Genau das ist der Kern der beruflichen Neuorientierung.

Ein erster Schritt für diese Woche

Theorie hilft gegen Selbstzweifel wenig, ein kleiner Anfang schon. Nimm dir für die nächsten Wochen jeden Abend eine Minute und notiere drei Dinge, die du an diesem Tag geschafft hast und auf die du stolz bist. Ein schwieriges Gespräch geführt, einer Kollegin weitergeholfen, ein Problem gelöst, eine Entscheidung getroffen, so klein oder groß es auch war.

So unscheinbar die Übung wirkt, so wirksam ist sie: Du sammelst Tag für Tag echte Belege gegen die innere Stimme, die behauptet, du hättest nichts geleistet. Diese Liste wird mit der Zeit zu deinem eigenen, mitgeschriebenen Gegenbeweis, und ganz nebenbei zur Grundlage für die nächste Gehaltsverhandlung oder das nächste Beförderungsgespräch.

Häufige Fragen zum Imposter-Syndrom bei Frauen

Heißt es Imposter-Syndrom oder Impostor-Phänomen?

Im Alltag ist Imposter-Syndrom gebräuchlich, fachlich ist Impostor-Phänomen genauer. Das Wort Syndrom klingt nach klinischer Diagnose, die es nicht gibt. Pauline Clance und Suzanne Imes beschrieben es 1978 als Phänomen. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe Muster leistungsbezogener Selbstzweifel.

Was ist das Imposter-Syndrom bei Frauen?

Das Imposter-Syndrom, fachlich treffender Impostor-Phänomen, bezeichnet leistungsbezogene Selbstzweifel: Betroffene erleben ihre Erfolge als unverdient und fürchten, als Hochstaplerin aufzufliegen. Bei Frauen tritt es besonders häufig in männerdominierten Branchen wie Tech und in Führungspositionen auf, wo sie in der Minderheit sind und sich stärker beweisen müssen.

Welche Typen des Impostor-Phänomens gibt es?

Dr. Valerie Young beschreibt fünf Typen: Perfektionist*in (alles unter perfekt zählt als Versagen), Expert*in (nie genug Wissen), Solist*in (Hilfe gilt als Schwäche), Naturtalent (Leistung muss mühelos sein) und Superheld*in (in allen Rollen gleichzeitig brillieren müssen).

Warum sind Frauen in Tech besonders betroffen?

Das Phänomen ist hier systemisch verankert: Stereotype, hoher Performancedruck durch Unterrepräsentation, Doppelstandards bei der Bewertung, fehlende Vorbilder und frühe geschlechtsspezifische Sozialisation wirken zusammen. Das Umfeld spiegelt Kompetenz seltener zurück, wodurch sich der Zweifel Tag für Tag verfestigt.

Was hilft gegen das Impostor-Phänomen?

Weil das Gehirn über Neuroplastizität veränderbar ist, lassen sich innere Muster umschreiben. Wirksam ist das Reframing von Glaubenssätzen in drei Schritten (ehrlich reflektieren, Gegenbeweise sammeln, positiv umformulieren), unterstützt durch eine laufende Kompetenz-Dokumentation, ein ehrliches Netzwerk und regelmäßige Wiederholung im Alltag.

Über die Autorin

Ich bin Dr.-Ing. Anna Bukowski, promovierte Chemieingenieurin. Ich habe unter anderem als Head of Engineering in Forschung und Entwicklung und als Führungskraft in einer globalen Managementberatung gearbeitet und kenne männerdominierte Arbeitswelten von innen. Heute bin ich zertifizierte Businesscoach und Mentorin für Frauen in Tech. Meine Mission ist es, möglichst viele Frauen dabei zu unterstützen, ihre Karriere erfolgreich und selbstbewusst zu gestalten, im Coaching wie in Keynotes, Workshops und Trainings für Unternehmen.

Wenn dich diese Zweifel im Job ausbremsen und du sie einmal sortieren willst: In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir, woher sie kommen und was dein nächster Schritt ist. Ehrliche Einschätzung inklusive, auch wenn sie lautet, dass nicht du an dir arbeiten musst, sondern dein Umfeld.

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